Kurz in Berlin Die DVD ist erhältlich im interfilm-Shop und ab Januar 2008 im Handel. Bonus-Material: Filmemacher- Einführungen und -Interviews, Laufzeit 93 min
, Freigegeben ab 12 Jahren |
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Berlin ist eine Reise wert - auch für Berliner. Willkommen zu einem filmischen Trip durch die Metropole, die so facettenreich ist, wie die Filme, die in ihr spielen und gedreht werden. Für jeden ist was dabei: Vom historischen Zeitraffer an der Berliner Mauer über einen Bombenfund im Schrebergarten bis hin zur Performance im städtischen Raum. Der Oscar-Preisträger ´Schwarzfahrer´ steht zum Genuss, ein Klassiker des Ostberliner Stadtmarketings sowie animierte und jugendfrisch frech inszenierte Werke, die den Geist der Stadt auf vielfältige Weise spiegeln. Die Anziehungskraft Berlins nicht nur auf junge Menschen in Deutschland, sondern in der ganzen Welt, ist ungebrochen. Berlin war und ist immer auch Heimat von Künstlern, die sich auf unterschiedlichste Weise mit ihrer städtischen Umgebung auseinander setzen. Die Kurzfilme der DVD geben einen Einblick in diese künstlerische Themen- und Stilvielfalt und verstärken die Lust nach Berliner Luft. FAZ – online: |
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Eine Liebeserklärung an die Hauptstadt der DDR, ein historisches Dokument und eine Entdeckung im Archiv der DEFA: In operettenhafter Fröhlichkeit und dem Look der 70er ist das östliche Zentrum flott rausgeputzt, rund um den Alex herrscht das Glück der Arbeiter und Bauern, und quietschfidel wird die Kultur des urbanen Fortschritts bejubelt. Das farbenfrohe Werk entstand als Teil einer DEFA-Serie über Popbands aus dem ehemaligen Ostblock. Der Soundtrack von DDR-Jazzpionier Günther Fischer wirkt rührend wie verlockend: „Komm, komm in die Stadt, die Linden sind heute so grün und schön! Lass uns einfach gehen!
Hackescher Markt nach der Wende und vor dem Umbau des Straßenbahnknotens: Die Bahnen quietschen, die Häuser sind grau und in einer Bahn beschimpft eine ältere Dame einen Schwarzen, der überaus pointiert reagiert. Schwarzfahrer ist einer der erfolgreichsten Filme aus und über Berlin. Pepe Danquarts Werk über alltäglichen Rassismus und fehlende Zivilcourage ist hervorragend fotografiert, lief auf über 100 Festivals weltweit und wurde mit mehr als 20 Preisen ausgezeichnet. Höhepunkt war der Gewinn des Oscars® als „Bester Kurzfilm“ 1994. Darsteller: Senta Moira, Paul Outlaw, Stefan Merki, Andreas Schmidt.
„Was ist auf der anderen Seite?“, fragte sich Ellie Land, als sie in den achtziger Jahren als Kind in West-Berlin lebte. Fasziniert von ihren eigenen wilden Spekulationen über die verbotene andere Seite befragte sie Menschen aus Ost- und West-Berlin nach deren Kindheitsphantasien. Ergebnis ist ein animierter Dokumentarfilm über eine geheime Welt, die nur einige Meter entfernt war.
Ein Dokumentarfilm-Klassiker über die Berlin Mauer: Einen Tag lang blickt eine Kamera in den Grenzstreifen zwischen Treptow und Kreuzberg: zwölf Stunden lang ein Bild pro Sekunde. Im Zeitraffer jagen wir durch den Alltag aus Grenzbefestigung, Wäsche aufhängen, Tischtennis und deutsch-deutschem Wahnsinn, während ein bekanntes Volkslied den Ton angibt. Gerd Conradt drehte Ein-Blick als Student an der dffb. Wiederkehrende Themen in Conradts Porträts, Dokumentarfilmen und Videoinstallationen sind die Stadt Berlin, die Studentenbewegung und die RAF, so auch in seinem bekanntesten Langfilm „Starbuck Holger Meins“.
Typisch Berlin, mit Schnauze, mit Draufgängertum, mit Welten, die aufeinanderprallen und im medialen Posemuckel, der sich selbstironisch bricht: Die Berliner Kleingartenkolonie "Grüne Aue" ist bedroht. Das Idyll aus Gartenzwergen, Planschbecken und Primeln soll einer neuen Stadtautobahn weichen. Doch ein Mann stellt sich den anrückenden Baggern in den Weg: Als die Abrisskolonne auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg stößt, droht der Kolonie-Vorsitzende, die Bombe zu zünden. Kupke hat nichts mehr zu verlieren, außer seine Laube ... . Es spielen: Lutz Stückrath, Patrick Güldenberg, Jürgen Verch, Dieter Dost, Rainer Gabriel u.a.. Der Film entstand an der dffb in Koproduktion mit dem RBB. Andreas Samland drehte eine ganze Reihe erfolgreicher Filme, sein jüngstes Werk „The Date“ wurde 2007 mit dem Friedrich-Wilhelm-Murnau Kurzfilmpreis ausgezeichnet.
Weil es so schwierig ist, sich die Zahl der Berliner Bevölkerung vorzustellen: Mit präzise mathematischen Berechnungen und einem kräftigen Schuss Sarkasmus gelang es Ralf Schuster 1994 in seiner Animation, die Berliner zu versammeln und deren Masse zu verdeutlichen. Die zentrale Frage: Wie lange würde es dauern, bis sich alle 3,5 Millionen Einwohner Berlins vom Fernsehturm gestürzt haben? – Endlich Wissenschaft, die vorstellbar ist!
Welchen Einfluss hat die Berliner Mauer auf die Psyche
der Berliner? Das zeigt der Film, der künstlerische Aktionen mit
Vera Schrankl, Thierry Noir und Arthur Kuggeleyn spielerisch vereint.
Aus Schandmauer (West) und Schutzwall (Ost) wird in der experimentierenden
Handschrift der Filmemacher die Mauer von einem politischen Objekt zu
einer subjektiven Projektionsfläche, die den Beton zum Brodeln bringt.
Während Peter Wensierski heute als Autor arbeitet, ist Harmut Jahn
Filmautor und Produzent von Spiel- und Dokumentarfilmen.
Wenn die Wahrnehmung turbo geht, der Witz der Wirklichkeit abgewonnen wird und die Originalität kaum überboten werden kann: Berlin ist der Abenteuerspielplatz für den Einfallsreichtum des Jungfilmers Stephan Flint Müller. Zur „nachhaltigen Langeweileverscheuchung“ führt die „Berliner Flitzpiepe“ akrobatische Performances mit tonnenschweren Hüten, slapstickartige Interaktionen mit Werbeplakaten und erheiternde Experimente mit Kameraperspektiven auf. Müllers Film gewann zahlreiche Kurzfilmpreise, u.a. 2004 den interfilm-Publikumspreis Eject für den abwegigsten Film. |
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