Panels/Forum

PANELS 

Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunkts setzen sich in vier Diskussionsveranstaltungen internationale und regionale Experten mit spezifischen Aspekten und Problematiken des animierten Kurzfilms auseinander.

 

PANEL 01
Michaela Pavlatova meets Bruno Bozzetto
Animation im Dialog

Donnerstag, den 09.11. 2006, 15:00 Uhr, Hackesche Höfe, Kino 5

Bozzetto ist vor allem als Schöpfer der Kult-Figur Signor Rossi bekannt. Im Laufe seiner Karriere produzierte er eine Vielzahl vorwiegend politischer und satirischer Kurzfilme, die weltweit gezeigt und ausgezeichnet wurden. In den letzten Jahren widmete er sich der Flashanimation. Michaela Pavlatovas Animationsfilme gewannen weltweit Auszeichnungen, darunter einen goldenen Bären. Sie unterrichtet in Prag, San Francisco und Harvard, 2003 drehte sie ihren ersten Spielfilm.

Vor der Vorführung des Bozzetto-Retrospektive-Programms „Sense of life“ lädt interfilm ein zur offenen Fragestunde mit Bruno Bozzetto und Michaela Pavlatova.

 

PANEL 02
Wer bewegt was?
Animation in Berlin-Brandenburg

Donnerstag, den 09.11. 2006, 18:00 Uhr, Hackesche Höfe, Kino 5

In Berlin-Brandenburg hat sich über die Jahre ein wirtschaftlich stabiles und leistungsstarkes Netz von Studios und anderen Unternehmen gebildet, das die Region bei der Herstellung von Animationsfilmen im deutschen Vergleich führen lässt. Nicht nur dank der Qualität und der Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten existiert zudem ein überdurchschnittliches kreatives Potenzial.

Gleichwohl zeigt sich, dass die Einbindung der jungen Generation in die Berufswelt mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, und viele suchen Ihr Glück in der Ferne. Das Panel diskutiert Ursachen und mögliche Ansätze zur Verbesserung dieser scheinbar paradoxen Situation.

Teilnehmer:
Christian Berg, Koordination Förderbereich bei dem Medienboard Berlin-Brandenburg
Bernd Willim, Mitgründer und Leiter der German Film School
Gil Alkabetz , Dozent für Animation, HFF Potsdam (angefragt)
Gerhard Hahn, Animationsfilm-Produzent, Gründer und Leiter Hahnfilm AG
Olaf Encke, Animations-Filmemacher, Mitgründer Inkarnatoons
Matthias Daenschel, Animations-Filmemacher

Moderation:
Michael Schmetz, Media Consult, Autor der Studie „Animation in Berlin-Brandenburg“ für das Medienboard Berlin-Brandenburg

 

PANEL 03
On the edge: Realität trifft Animation

Freitag, den 10.11. 2006, 16:00 Uhr, Hackesche Höfe, Kino 5

Im Fokus stehen Filme, bei denen Realaufnahmen mit Animation kombiniert werden - von Special Effects bis animierter Dokumentarfilm. Die Erweiterung der Bildsprache treibt die Entwicklung der Inhalte voran, und die Frage nach dem Standpunkt gegenüber dem Realen drängt sich auf.

Der animierte Dokumentarfilm etwa – er passt so recht weder in die Dokumentarfilm- noch in die Animations- Schublade - erweitert für den Dokumentarfilm die Grenzen des Erzählbaren. Verändert aber die verfremdete Ausdrucksform nicht auch den Bezug zur Realität?

Marcel Jean, der beim Animationsfilm-Festival in Annecy diesen Sommer eine umfangreiche Retrospektive „hybrider“ Filme von 1910 bis heute präsentierte, berichtet von seinen Beobachtungen. Während sich die (technischen) Grenzen des Zeigbaren über die Filmgeschichte stetig erweiterten, stellt sich im digitalen Zeitalter die Frage nach der Unterscheidbarkeit von Realbild und synthetischem Bild. Sind Kategorien wie Realfilm und Animation überhaupt noch relevant? Möglichkeiten, Grenzbereiche und Konsequenzen der Kombination von Realaufnahmen und Animation werden im Panel diskutiert.

Teilnehmer:
Marcel Jean, Filmemacher, Produzent, Kurator, Dozent und Filmkritiker
Ulu Braun , Animationsfilmemacher und Künstler
Louise Wilde, Regisseurin “My friend Marjorie”, animierter Dokumentarfilm
Gaelle Denis, Regisseurin “City Paradise”

Moderation:
Annegret Richter, wiss. Mitarbeiterin der Abt. Medienwissenschaft / Medienkultur der Uni Leipzig, forscht zum animierten Dokumentarfilm

Auftaktfilm:
Mc Laren’s Negatives, Marie-Josée Saint Pierre, Kanada, 2006, 10’

 

PANEL 04
Von der Idee zur Figur – Vom Film zum Publikum
Kreative Arbeitsprozesse beim Animationsfilm

Podiumsdiskussion mit Filmbeispielen
Samstag, den 11.11.2006, 12:00 Uhr, Kleiner Festsaal Hackesche Höfe

Animationsfilm hautnah - Die renommierte Animationsfilmerin Michaela Pavlatova Animations-Filmemacher der jüngeren Generation und Petr Slavík, Festivalleiter des tschechischen Anifest-Festivals, geben Einblick in ihre Arbeit und in ihr Konzept vom Animationsfilm.

Wie entsteht ein Animationsfilm und für wen? Der Prozess der Ideenfindung, der Figur-und Stoffentwicklung, die Bedeutung der gewählten Technik, sind ebenso Thema wie Bezüge zur Bildenden Kunst, Grafik und Comics. Aber auch: Was lässt sich nur mit Animationsfilm transportieren und wie erreiche ich mein Publikum? Hat das Internet den Kreativprozess verändert?

Teilnehmer:
Michaela Pavlatova, Animations-Filmemacherin, Dozentin in Prag, San Francisco und Harvard;
Raimund Krumme, Animations-Filmemacher und Professor für Animationsfilm (angefragt)
Petr Slavík, Leiter des tschechischen Animationsfilm-Festivals „Anifest“
Ewgenia Golubewa, Animations-Filmemacherin (angefragt)
Marcel Jean, Filmemacher und Produzent, Kurator, Dozent, Filmkritiker, ehem. Leiter des ‚Animation and Youth Studio’ des National Film Board of Canada Auftaktfilm:
Animando, Marco A. Magalhães, Brasilien, 1981, 15’

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FORUM 

Rolf and Adrian on the couch - Auf dem Weg zum großen Kino

Mittwoch, den 08.11. 2006, 22:00 Uhr, Volksbühne, Roter Salon

Adrian hat einen Kurzfilm über Rolfs Suche nach seinem abgehauenen Vater gedreht, ein großer Erfolg im nördlichen Prenzlauer Berg. Beide riechen nun das große Filmgeschäft und wollen das Thema zu einem Kinofilm auswalzen.

Dies ist die Verkaufsveranstaltung, wo sie mit viel Musik (Nikko Weidemann und Katharina Biebrich!), Witzen und Werbegeschenken ihren Film pitschen - bei internationalen Produzenten und allen anderen, die später einmal dabei gewesen sein wollen.

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VISUAL PRESENTATION
Daumenkino

Donnerstag, den 09.11. 2006, 22:00 Uhr, Volksbühne, Roter Salon

Großes Kino en miniature zeigt Volker Gerling mit seinen fotografischen Daumenkinos, bei denen Film, Fotografie und Performances zu einem völlig neuen Genre verbunden werden. Begleitet von poetischen Geschichten seiner Wanderschaft durch Deutschland und Exkursionen zum Thema Fotografie und Film, zur "Leerstelle" und zur "Eigenzeit" entwirft Gerling durch die Projektion der vom Daumen bewegter Bilder auf die Leinwand einfühlsame Porträts von Menschen und Orten.

 

VISUAL PRESENTATION
QuickFlick

Freitag, den 10.11. 2006, 22:00 Uhr, Volksbühne, Roter Salon

Künstler zusammenführen, Kreativität austauschen, Kulturen verbinden - das ist QuickFlick World, ein einzigartiges und innovatives Kurzfilmfestival, das im Juli 2003 in São Paulo gegründet wurde und seitdem zeitgleich in Buenos Aires, London, Berlin, Barcelona, New York, Mexico City, Mumbai, Tokyo, São Paulo und Peking stattfindet.

Alle vier Wochen treffen sich in lockerer Partyatmosphäre junge Filmemacher, um sich ihre neusten Kreationen ("QuickFlicks") zu einem gemeinsam gewählten Thema zu zeigen. Aus 500 jährlich eingereichten Filmen landen die 150 Besten in den monatlichen Showcases.

Auf dem Internationalen Kurzfilmfestival präsentiert QuickFlick ein Programm mit einer Auswahl aus den Showcases mit internationalen Beiträgen zu den Themen "Fragile", "Confusion", "Spicy" und "Made in China". Zudem rufen wir Enthusiasten auf, in den nur wenigen Festivaltagen interfilm-QuickFlicks zu einem ausgewähltenThema zu produzieren, die dann dem Festivalpublikum vorgestellt werden.

 

www.qfworld.tv

VISUAL PRESENTATION
Video 2.0 – Clip Entertainment auf YouTube & Co.

Donnerstag, den 09.11. 2006, 20:00 Uhr, Volksbühne, Roter Salon

Videoplattformen im Internet sind ein Paradies für bewegte Bilder: Hier wird alles hochgeladen, was die Festplatten an Videodaten hergeben. Vom spröden Handyclip bis zum ausgereiften Kurzfilm präsentiert interfilm die Möglichkeiten des "community-based Entertainments" auf YouTube & Co. und fragt nach den neuen Herausforderungen von Filmfestivals im Bilderrauschen des Netzes.

Das Konzept des ‚Web 2.0' ist gekennzeichnet von einer veränderten Nutzung des Internets. Es ist ein Wandel vom Internet als Verbreitungsmedium hin zum Tauschplatz von Inhalten, bei dem der Nutzer gleichzeitig Sender und Empfänger ist. Jeder kann heute einen Kurzfilm produzieren und findet im Internet das geeignete Publikum. Einhergehend mit der starken Verbreitung von kostengünstiger Videotechnik und Breitband-Internetanschlüssen sind Onlinevideos zum Mainstream geworden.

Für Kurzfilmer könnte dies die Chance sein, ein weltweites Publikum zu erreichen. Anders als bei Filmfestivals findet auf YouTube keine Auswahl der Videos statt. Popularität und Qualität werden bestimmt durch die direkte Interaktion der Internet-Communities. Ein Filmfestival zeigt eine Programmauswahl und spricht damit ein gezieltes Publikum an. YouTube zeigt alles und provoziert damit indirekt eine Diskussion über die sozialen und ökonomischen Folgen des Internets. Es stellen sich Fragen nach der Zukunft von Kurzfilmen und nach der Rolle von Filmfestivals angesichts eines Publikums, das sich zunehmend selbst unterhält.

Teilnehmer:
Eckhard M. Jäger, Organisator des Internet-Filmfestival
www.webcuts.org

Jan Mathias Steinforth, Kommunikationsdesigner
www.mateuniverse.com
Bertram Gugel, Medienwissenschaftler
www.gugelproductions.de/blog/
Klaus Dörries, Filmemacher

Moderation:
Tillmann Allmer, interfilm Short Film Distribution

 

VISUAL PRESENTATION
LEM - When life is just a game

Mittwoch, den 08.11. 2006, 20:00 Uhr, Volksbühne, Roter Salon

Digitale Ästhetiken sind aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken. Computerspielhelden treten in Filmen auf, Schauspieler verkleiden sich als Avatare, Betriebssysteme und Datenbanken werden zu Handlungsorten. Virtuelle Charaktere und virtuelle Räume dringen in unseren Bildalltag, forcieren die Agonie des Realen.

Doch was genau ist das Virtuelle? Welche Gestaltungsstrategien werden verwendet, um das Virtuelle oder das Digitale sinnlich erfahrbar zu machen?

LEM.NewMediaResearch präsentieren und diskutieren diese und andere Fragen anhand von Analysen, Fallstudien und Interviews aus den Bereichen Games, Film, Design, Kunst und Popkultur. Eine virtuelle Reise.

www.lem-studios.com
www.lem-NewMediaResearch.com

 

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Location Tour

Willkommen in der Filmstadt Berlin!
Die Locations-Tour lädt dazu ein, die vielen Film - Gesichter Berlins zu entdecken.

Wo wurden berühmte Filmszenen gedreht? Wie sieht das Motiv im Film aus, und wie in Wirklichkeit? Ein erfahrener Berliner Location Scout führt zu den Drehorten klassischer Berlin-Filme wie ‚Der Himmel über Berlin' und ‚Lola rennt' und erzählt Anekdoten von der Entstehung bestimmter Szenen. Dazu zeigen wir die entsprechenden Film-Ausschnitte.
Außerdem besuchen wir eine Reihe untypischer, vielleicht überraschender Motive, die die Vielfalt der Berliner Film - Locations zeigt, und geben grundsätzliche Infos zum Thema Drehen in Berlin: Was sind die Anlaufstellen? Wo bekomme ich Kontakte, Informationen und Beratung?

Shooting Berlin: Location – Tour
Samstag, 11. Nov, 15:00 Uhr, vor den Hackeschen Höfen, Dauer: ca. 3 Stunden
Teilnahme kostenlos für Akkreditierte – bitte habt Verständnis dafür, dass internationale Gäste Vorrang haben.
Anmeldung: marie@interfilm.de.

 

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