KUKI .17 Young Short Film Festival Berlin
3 - 10 November 2024

Jameela Mearajdin von "MPower e.V."...

...lädt euch herzlich ein:

Wir zeigen MPower-Kurzfilme und sind im Anschluss für Fragen und Antworten zu unserer Arbeit da. Gemeinsam wollen wir dann mit einer kleinen Workshopeinheit rassismuskritische Mädchenarbeit reflektieren. 

Was uns bewegt

Mädchen* und Frauen* mit Flucht- oder Migrationserfahrungen erhalten in Deutschland nicht die gleichen Chancen auf Teilhabe. Ihre Interessen, Ideen, Bedürfnisse und Perspektiven in der öffentlichen Wahrnehmung, in Kultur oder Politik werden nicht repräsentiert.

Was wir bewegen wollen

Wir setzen uns ein für gleichberechtigte Zugänge zu den Schlüsselressourcen Bildung und Kultur. Mädchen und Frauen of Color sollen sichere Räume des Austauschs haben, Gemeinschaft und sozialen Rückhalt erleben. Wir wollen, dass sie Mächtigkeit über ihre eigene Person und ihr eigenes Leben (wieder)erlangen. Sie sollen aktiv sein, unbedarft sein dürfen und ihre Ideen, Talente und großen Potenziale entfalten.

Wie wir wirken

Mpower (sprich: Empower) bedeutet in unserer Arbeit die Stärke – die Kraft – die durch Migration freigesetzt wird. Selbstorganisiert entwickeln Mädchen und Frauen of Color Projekte zur politischen und kulturellen (Film-) Bildung.

Piere Maliek Buz (she / fae)

Biografie

Ihre ersten kreativen Anfänge hatte sie im Ballett und auch als Kind hat sie schon immer gebastelt. Irgendwann zog es fae dann zum Schauspiel und ist momentan auch auf der Bühne des DT Jung* zu sehen. Momentan studiert sie Film- und Theaterwissenschaften, bewirbt sich jedoch für den Studiengang Schauspiel. Mit Jobs auf Filmfestivals und auf Produktionen, z.B. in der Kuration oder der Gästebetreuung, hält fae sich über Wasser. Als queere, nicht-binäre Person mit türkisch/arabischen Wurzeln, versucht sie am Ende des Tages auch nur, den Alltag zu überstehen. 

Workshop Konzept

Wut, das ist eine sekundäre Emotion, meint zumindest meine Therapeutin...

Es gibt jedoch so viel über das ich wütend bin, es macht mich wütend, dass andere mich im Alltag anstarren, dass unser Alltag so binär gegendert ist, dass die rechten Parteien immer mehr Stimmen bekommen, dass alle schreien "Nie wieder!", während genau das gerade passiert! Es macht mich sogar wütend, dass manche Menschen nicht wütend sind!
Nicht wütend sein zu müssen, klingt für mich manchmal wie ein Privileg. Das andere Privileg ist Wut empfinden und sogar zeigen zu dürfen. Dieses Recht bleibt eigentlich nur (Cis) Männern vorbehalten. Let's reclaim our anger! Wir lassen zu, wie Wut primär wird, unseren Körper ganz einnimmt und lassen sie dann mit voller Wucht raus.

Denn was Wut auch tut, ist Menschen zu bewegen und nichts versetzt Berge eher als feminine rage!