Clarissa Thieme ist Filmemacherin, Künstlerin und Forscherin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem lebendigen Archiv als neuem Gemeingut (Commons) sowie mit Verletzlichkeit als Grundlage von Solidarität und Widerstand.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht eine über viele Jahre entwickelte kollaborative und partizipative Arbeitsweise, bei der unterschiedliche Erfahrungen, Wissensformen und Positionierungen die Grundlage eines fortlaufenden Austauschs bilden.
Seit den 2000er-Jahren umfasst dies unter anderem die langfristige Zusammenarbeit mit dem Filmkollektiv Save the Amazon Production am Videoarchiv der Bibliothek Hamdija Kreševljaković in Sarajevo. Zuletzt vollendete sie gemeinsam mit der kurdischen Künstlerin Rozelin Akgün den ersten Film der Reihe Vulnerability in Resistance, der Strukturen von Gewalt und Bündnisse des Widerstands über sich wandelnde geopolitische Schauplätze hinweg nachzeichnet.
Thieme ist als Dozentin und Kuratorin im Filmbereich tätig und promoviert derzeit im Bereich künstlerische Forschung an der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien). Ihre Filme wurden international gezeigt, unter anderem bei der Berlinale, dem Sarajevo Film Festival, der Viennale, Olhar de Cinema, dem Internationalen Kurzfilm-Festival Oberhausen, den Anthology Film Archives sowie den Rencontres Internationales in Paris.
Was bleibt / Re-visited (2020)
Can’t You See Them? – Repeat (2019)
Today is 11th June 1993 (2018)
The place we left (2016)
resort (2011)
Was bleibt I Sta ostaje I What remains (2010)
