INTERFILM 37 Internationales Kurzfilmfestival Berlin
16. - 21. November 2021

Trübes Wasser

Trübes Wasser

Troubled Water

Elena Wiener // Deutschland // 2020 // 09:58 min

Animation, Live Action

Synopsis:
Was, wenn dein Körper dich auffrisst, wenn der Kampf gegen dich selbst deinen Alltag, deine Beziehungen und deine Freiheiten überschattet? „Trübes Wassser“ ist ein Film über den Kampf gegen eine Autoimmunkrankheit und innere Dämonen.

Drei Fragen an die Regie

1.Short Film has a unique way of telling stories and exploring themes. What is it that fascinates you about the short format?

Elena Wiener: Der Kurzfilm ist für mich eine eigene Kunstform. Die Herausforderung daran ist, in kürzester Zeit und sehr pointiert auf das Wesentliche neue Welten zu offenbaren. Man hat nur wenig Zeit, sein Publikum zu catchen und zu überzeugen, mit in diese Welt abzutauchen. Gleichzeitig habe ich aber auch das Gefühl, das Kurzfilme oftmals viel länger im Gedächtnis bleiben bzw. einen mehr zum Denken anregen, da es oftmals viel experimentellere/unkonventionellere Themen und Herangehensweisen sind. Dadurch, dass sie nicht unbedingt an den Systemapparat von Sendern und Förderungen gebunden sind, empfinde ich viele Kurzfilme als sehr viel mutiger und überraschender als viele Spielfilme.

2. The program your film is selected for is called “Hier hast du einen  Kopf, jetzt kannst du sehen.”: What connection do you see between your  film and that title?

Elena Wiener: In meinem Film gibt es eine leidende Protagonistin, die in ihrer Krankheit gefangen ist. Durch das Leiden verliert sie sich nach und nach immer mehr in ihren Projektionen, die schließlich Real- und Traumwelt verschwimmen lassen. Zunächst verliert sie also scheinbar vielmehr ihren Verstand, um aber am Ende schließlich doch erkennen zu können, dass die Krankheit zu ihr gehört.

3. What film has inspried you most to make films yourself and what  part of it do you see in your own work?

Elena Wiener: Generell das Werk von Maya Deren, insbesondere MESHES OF THE AFTERNOON hat mich sehr inspiriert. Zum einen mag ich die surrealistischen Welten, in die sie verführt. Und gleichzeitig ist es sehr faszinierend, wie sie mit wenigen Mitteln einen in den Bann der Filmkunst ziehen kann.
Genauso die Tatsache, dass ein Film nicht bis ins kleinste Detail erklärt sein muss, sondern dass gerade der Interpretationsfreiraum auch spannend sein kann und zum Denken anregen kann. - Und das ohne Dialog! Ich sehe da auch sehr viele Parallelen von meinem Werk zu ihrem Werk, ohne je an ihre Grandiosität ranzukommen. Und gleichzeitig ist das auch keine bewusste Entscheidung, ähnliche Elemente zu benutzen. Generell bin ich ebenfalls in wortlosen surrealistischen Welten unterwegs, die gleichzeitig aber nah an der Realität sind. Ebenfalls bin ich eine Verfechterin darin, Interpretationsfreiraum zu lassen. Ich bediene mich ebenfalls experimenteller Elemente, wenngleich die Klaviatur lange nicht so ausgespielt ist wie bei Maya Deren.

Animation: Elena Wiener

Drehbuch: Elena Wiener

Produktion: Elena Wiener

Regie: Elena Wiener

Sales Agent: Elena Wiener

Schnitt: Elena Wiener

Sound Design: Lucas Voss

Sound Mixing: Lucas Voss

Art Design: Josefine Maier

Sound Editing: Lucas Voss

Der Film wird in folgenden Programmen gezeigt