INTERFILM 42 Internationales Kurzfilmfestival Berlin
10. - 15. November 2026

Fokus: Shared Shores

Gemeinsame Wege entstehen dort, wo wir geografische und politische Grenzen überschreiten, jenseits von künstlichen Konstrukten wie Nation, Religion und fixen Kategorien. Shared Shores richtet den Blick auf eben diese Übergänge: Filme, die an den Rändern spielen, an fließenden Rändern, wo das Vertraute endet und das Fremde beginnt – und sichtbar wird, dass Wünsche, Ängste und Kämpfe keine Grenzen kennen.

Fünf Programme fragen danach, was Menschen über unterschiedliche politische und eingegrenzte Realitäten hinweg miteinander verbindet. Lingering States blickt auf emotionale Schwebezustände zwischen Krieg, Heimat, Leben und Tod. Revolutionary Women of West Asia rückt Frauen als zentrale Akteurinnen revolutionärer Bewegungen in Iran, Palästina und Westasien ins Zentrum. Witness: Arctic Indigenous Voices zeigt Indigene Perspektiven auf Klimakrisen, Überleben und Zukunft im arktischen Raum. Zwei Programme zu Haiti und der Dominikanischen Republik folgen den verflochtenen Geschichten einer geteilten Insel – zwischen Kolonialismus, Diaspora, Widerstand und gemeinsamen Wurzeln.

Shared Shores sucht nicht etwa nach einer universellen Antwort, die Unterschiede einebnet, sondern sehnt sich nach Verbindungen, die gerade durch die Differenz entstehen: Wie werden Erinnerungen über Grenzen getragen? Wie wächst Solidarität zwischen entfremdeten Orten? Wann werden aus geteilten Ufern geteilte Ufer? Wagen wir uns auf die andere Seite, um zu erkennen, dass wir unsere Küsten teilen können!

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