INTERFILM 42 Internationales Kurzfilmfestival Berlin
10. - 15. November 2026

EVENTS

EVENT 03 Sound & Vision

Die Verbindung von Livemusik und Film ist so alt wie das Kino selbst und trotzdem frischer denn je! 9 Bands und Musiker*innen treffen bei Sound & Vision auf 9 Kurzfilme aus und außerhalb des Festivalprogramms. Der Clou: Sie kennen den Originalsound nicht und haben innerhalb von wenigen Wochen einen neuen Score komponiert, den sie hier live zum Film präsentieren. In einer dichten und intensiven Live-Show mit phänomenalem Sound und der epischen Leinwand der Volksbühne werden die visuell beeindruckenden Kurzfilme neu vertont. Unbedingt sehens- und hörenswert!

Bands kuratiert von: Aaron Ghantus

Filme kuratiert von: Andrea Schwemmer, Benjamin Rigley, Matthias Groll

12.11.26, 21:00h, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Sound & Vision
Sound & Vision

Liv Andersson

Film: Nouage / Liv Anderssons Musik zu hören ist, als würde man sich nachts in einem Gespräch verlieren. Die deutsch-britische Künstlerin schafft Landschaften aus Worten und Klängen – Musik, die sie „Folk Noir“ nennt. Im November 2024 veröffentlichte sie ihre Debüt-EP „Paper Boat“, begleitet von einer dreiteiligen Konzept-Videoserie. Liv Anderssons Musik bewegt sich zwischen Zerbrechlichkeit und Ausdruckskraft und ist stets von einer subtilen Melancholie geprägt.

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Generationenchor „FröSi“

Film: Rerooted / Der Generationenchor „FröSi“ der RBO – Inmitten gGmbH ist eine Gemeinschaft, die niemanden ausschließt und mit Energie und Leidenschaft mitreißt. In diesem Kollektiv ist die Gesangsstimme nicht das entscheidende Element, sondern ein offener Umgang miteinander und die Botschaft gelebter Inklusion. Seit 2015 von Sebastian Sellheim & Jörg Hempel geleitet und mit kraftvollen Gitarrenklängen begleitet.

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Jekka

Film: To be a seed / Jekka ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die Dark Pop und cineastische elektronische Musik macht: Harte Beats und R&B-geprägter Gesang treffen auf die Dramatik und Skurrilität des Art-Pop – irgendwo zwischen Destiny’s Child und Kate Bush. Leichter, intimer Gesang steht im Kontrast zu einer dunkleren, schwereren Produktion, während sich ihre Songs durch verzerrten Pop, elektronische Texturen und cineastische Klangwelten bewegen und dabei Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Verwandlung und Nostalgie erforschen.

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Bubble & Schulz

Film: Doudou Caillou / Bubble & Schulz - Pjotr Débeknok und Usha Pferntnêkz ziehen bereits 1994 immer wieder gemeinsam konzentrische Kreise umeinander. Sie genießen die Spontanität und das Unrunde genauso wie den Rauch in den Kneipen, in denen sie regelmäßig unerwünschte Konzerte spielen. Musikalisch bewegt sich das Duo zwischen den Abgründen der ewigen Frage nach dem Sinn und dem funky shit, der schon damals schwer zu ertragen war. Warum jetzt ausgerechnet unbedingt jemand Schulz heißen muss, konnte nie ganz geklärt werden.

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Duos Duet

Film: Existential Greg / Duos Duet ist ein in Berlin ansässiges Violin-Cello-Duo, das von den iranischen Musikerinnen und Komponistinnen Golsana Shenasaei und Niki Yaghmaee gegründet wurde. Ausgehend von einer klassischen Ausbildung verbindet ihre zeitgenössische und experimentelle Praxis akustische Saiteninstrumente, Improvisation, Elektronik, Live-Looping, Feldaufnahmen und Sounddesign. Ihre Arbeit bewegt sich genreübergreifend und erforscht das Erzählen von Geschichten durch Klang, wobei ihr besonderes Interesse der Beziehung zwischen Musik, Bild und interdisziplinärer Performance gilt.

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Cayo und Carena

Film: Island / Wir sind Cayo und Carena: Vater und Tochter. Früher sangen wir gemeinsam in der Wiege, während der Stromausfälle, bei Pionierfeiern, vor Altären und in irgendeinem Theater auf der fernen Insel Kuba. Seit einigen Jahren leben wir nun schon weit voneinander entfernt – und beide weit weg von der Karibik. Unsere Wurzeln schweben an den Orten, an denen wir leben, und in unseren Träumen spürt man Meersalz auf unserer Haut. Nun, da wir uns für dieses Experiment treffen: Mal sehen, wie die Sehnsucht auf der Insel singt, auf der wir Fremde sind, die wir kennen.

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Teslator

Film: Chronography II / „Teslator“ ist der Künstlername des 2019 von Roy Hughes ins Leben gerufenen Projekts für elektronische Musik. Er hat bereits über 80 Live-Auftritte mit elektronischer Musik gegeben, bei denen er modulare Synthesizer und andere Tasteninstrumente (keine Computer) einsetzte. Teslator komponiert und spielt außerdem elektronische Live-Begleitmusik zu Stummfilmen. Vor seinem Umzug nach Berlin hat er seine elektronische Version der Filmmusik zu „Nosferatu“ bereits mehrfach in den Vereinigten Staaten aufgeführt; in Berlin hat er sie bisher dreimal gespielt.

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Greg Malcom

Film: Blau / Mit einer Gitarre in den Händen und zwei weiteren zu seinen Füßen, umgeben von Federn, Resonatoren, Messern, Bögen und allerlei Spielzeug, mit denen er die Saiten zum Schwingen bringt und ihre Resonanzen weckt, nutzt Greg Malcolm eine sich ständig wandelnde Vielfalt an Materialien und eine reichhaltige Klangpalette, um eine hypnotische Musikform zu schaffen, die auf der Wiederholung schwer fassbarer Melodien basiert, die von akustischen Drones umhüllt sind.

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Josip Duvnjak & Luis Schöffend

Film: Balconada / Josip Duvnjak (Piano), Berlin und Luis Schöffend (Geräusche, „Foleys“), Stuttgart sind trotz entfernter Wohnorte ein eingespieltes Duo, wenn es darum geht, eine facettenreiche und vielschichtige soundscape eines Filmes live entstehen zu lassen. Besonders animierte Kurzfilme bieten den beiden dafür die perfekte Spielwiese und mit jedem neuen Film auch neue Herausforderungen.

9 Filme im Programm