KUKI .18 Junges Kurzfilmfestival Berlin
2. - 9. November 2025

Hoda Taheri

Biografie

Hoda ist eine iranische Filmemacherin und Künstlerin, die in Berlin lebt. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss in Visueller Kommunikation in Malaysia, bevor sie 2018 als eine politische Geflüchtete nach Deutschland kam. Dort studierte sie Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).

Ihre Mutter-Trilogie - „Mother Prays All Day Long“, „As If Mother Cried That Night“ und „Mother Is a Natural Sinner“ - wurde in drei aufeinanderfolgenden Jahren auf dem Filmfestival Locarno uraufgeführt und später auf zahlreichen anderen Festivals gezeigt. Sie wurde zweimal für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.

Workshopkonzept

Wir werden über Schönheitsideale sprechen und darüber, wie sie unser Selbstbild beeinflussen. Ich werde meine Geschichte erzählen, wie ich, als ich jünger war, dachte, ich müsste meinen Körper verändern, z. B. eine Nasenkorrektur oder Brustimplantate machen lassen, um mich gut zu fühlen.

Wir werden untersuchen, wie die Gesellschaft uns glauben macht, dass es ein „perfektes“ Aussehen gibt, und wie uns das verunsichern kann. Ich werde auch darüber sprechen, wie ich durch meine Arbeit gelernt habe, meinen Körper zu akzeptieren, und wie die Konfrontation mit diesen Schönheitsidealen ein Teil meiner Reise war.

Dies wird ein Raum sein, um offen zu reden, unsere Körper zu schätzen und uns gegenseitig dabei zu unterstützen, unrealistische Erwartungen zu hinterfragen.

 

© Concorto Film Festival

Elisa Mohr [dey/deren]

Biografie

Elisa lebt in Berlin und hat Kultur- und später Filmwissenschaft studiert. Derzeit ist dey in verschiedenen Filmbereichen tätig – etwa in der Filmvermittlung und -bildung, bei Filmfestivals und in der Filmproduktion. Besonders interessiert sich Elisa für queeres, antikoloniales, experimentelles, spielerisches und kollaboratives Filmschaffen. 

 

Workshopkonzept

Kolonialgeschichte betrifft uns alle, sie hat aber ein zentrales Merkmal: Sie wurde oft unsichtbar gemacht. Deshalb wirken viele Filme und auch unser Alltag zunächst unpolitisch oder harmlos, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Überbleibsel kolonialer Denkweisen, Bilder und Erzählmuster. Aber: Nur was sichtbar ist, lässt sich gemeinsam besprechen – und nur was wir gemeinsam besprechen, können wir auch verändern.

Genau das wollen wir im Workshop erarbeiten: ein Bewusstsein für die Spuren kolonialer Überbleibsel und wie diese Geschichte uns auch heute noch prägt. Im Workshop fragen wir: Welche Bilder haben uns geprägt? Wer wird gezeigt, wer nicht? Und welche Geschichten möchten wir selbst erzählen?