interfilm - Internationales Kurzfilmfestival Berlin

Filme einreichen!

36. Internationales Kurzfilmfestival Berlin 2020

10. - 15. November 2020

Einreichen zwischen 1. Februar und 14. Juni 2020

Es können Filme mit einer Länge von bis zu 20 Minuten eingereicht werden. Filme bitte ausschließlich einreichen via Shortfilmdepot - Das Reglement bitte lesen (PDF)

Obwohl die aktuelle Lage noch keine konkreten Planungen erlaubt, haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Förderern und Sponsoren entschieden, dass die Auswahl der Filme und damit unser Festival stattfinden wird. Welche Form interfilm / KUKI in 2020 annehmen wird, ist noch nicht klar, aber ein inspirierendes Festival mit Wettbewerben, Sonderprogrammen, Preisen, Jurys und großartigen Filmen wird es in jedem Falle, ganz wie gewohnt.

Natürlich ist uns klar, dass für viele einreichende Filmemacher*innen bestimmte Fragen aktuell besonders brennen, da sie in Zusammenhang mit der weiteren Verwertbarkeit des Filmes oder zukünftiger Förderung stehen:

1. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unser Festival wie gewohnt in den Kinos stattfinden zu lassen. Da sich aktuell die Situation im November noch nicht einschätzen lässt, müssen wir uns darauf vorbereiten ggf. doch online stattzufinden oder eine Mischform zu entwickeln.

2. Sollte unser Festival online stattfinden, wird das Programm hinter einer Paywall stattfinden. Eine lokale Einschränkung des Zugangs zu den Filmen durch Geoblocking wird möglich sein und kann in Absprache mit den Filmemacher*innen implementiert werden. Beides ist unter Anderem für die Berechtigung zur Oscar-Einreichung relevant.

3. Für den Fall, dass unser Programm ganz oder teilweise online stattfinden muss, gehen wir von einem verlängerten Festivalzeitraum von 3-4 Wochen aus.

4. Auch im Falle eines digitalen Festivals werden wir die Möglichkeit von Q&As schaffen.

5. Auch im Falle eines Online-Festivals sammeln deutsche Filme in den Wettbewerben für unser Festival FFA-Punkte.

6. Unsere Preise für "Bester Film" und "Beste Animation" bleiben Oscar-qualifizierend.

7. Zu gegebener Zeit werden wir uns noch zu weiteren Fragen positionieren. Dazu zählt auch die Häufigkeit des Abspiels bzw. die Dauer der Abrufbarkeit des Programms für die User.

8. Im Falle einer Auswahl für das Festival wird es eine Einladungs-Mail geben, in der die genaue Vorgehensweise noch einmal erklärt wird. Sollte es dann zu Bedenken kommen oder haben sich die Vorgaben verändert, haben die Filmemacher*innen die Möglichkeit ihren Film zurückzuziehen.

 

Nach einer erfolgreichen 35. Festivalausgabe in 2019 mit über 23.000 Besucher*innen freuen wir uns nun auf Einreichungen für das nächste interfilm Festival im November. Über 6000 Filme werden auch 2020 wieder gesichtet, mehr als 400 davon ausgewählt, in Programmen kuratiert, eingeladen und in unseren Spielorten dem gespannten Publikum präsentiert. Wir freuen uns auf narrative Höchstleistungen und kritische Stimmen genauso wie auf Kuriositäten aus aller Welt. Wir richten den Blick an 6 Festivaltagen in 7 Wettbewerben und diversen Schwerpunkten und Spezialprogrammen auf den modernen Kurzfilm in allen seinen Facetten.

... jetzt mit Einreichgebühr von 8 Euro

Seit Jahren grübeln wir über die Notwendigkeit, Einreichgebühren zu erheben. Einst waren die Sendungen von DVDs an Festivals für den Einreicher kostenintensiv, seit der elektonischen Übermittlung von Sichtungsfiles etc aber ist der Verwaltungsaufwand für die Festivals gestiegen. Zwar gelingt es interfilm immer aufs Neue, ein großartiges und großes Festival (über Berlin verteilt) auf die Beine zu stellen, bei allem Jubel aber wird oft nicht wahrgenommen, dass interfilm, bei allem Dank an unsere Förderer Medienboard Berlin-Brandenburg und Media Creative Europe, auch und gerade im Vergleich zu anderen größeren deutschen und internationalen (Kurz-)Filmfestivals finanzell nicht wirklich gut aufgestellt ist. Wir geben unser Bestes in Sachen Service, Programm, Unterkünfte etc., doch diese Qualität geht nicht zuletzt auf die Kosten unserer Mitarbeiter*innen, welche wir kaum angemessen bezahlen können. Aktuell werden diese auf Basis des gesetzlichen Mindestlohns bezahlt. Dies kann ihnen aber längerfristig keine Existenzgrundlage bieten.

Das Sichtung von 6000 Kurzfilmen ist jährlich eine immense Herausforderung. Sie erfolgt mit Datenbankbenotung in Teams durch kompetente Kolleg*innen. Die Kommentare zu den Filmen unterhalten uns den gesamten Sommer über, bis im Herbst von den zuständigen Kurator*innen die definitiven Lieblinge ausgewählt werden. Die Prozesse zwischen Sichtung und Programmgestaltung sind bei jedem Festival anders und werden von Jahr zu Jahr komplexer. In eben diese internen Prozesse der professionellen Programmierung wollen wir durch die Einreichgebühr von 8,- Euro pro eingereichtem Film investieren. Wir möchten unsere Sichter*innen angemessen(er) bezahlen, möchten durch Investitionen in neues Personal die Qualität der Sichtung, der Einreichung und des Festivals langfristig sichern. Außerdem wollen wir Filme, die nicht in Wettbewerben, in denen man Preise gewinnen kann, sondern in Spezialprogrammen gezeigt werden, mit einer Screening Fee von 50,- Euro pro Programm entlohnen. Dass dieser Betrag bei weitem nicht den Aufwand eines Filmdrehs widerspiegeln kann, ist selbstverständlich. Trotzdem soll diese Regelung zur Fairness beitragen, denn Filme, die von Agenturen oder Distributionen vertreten werden, fordern diese Gebühren bereits ein. Ab 2020 erhalten nun alle Filme die gleiche Entlohnung. Dabei sollte klar sein, dass viele kleinere Festivals aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sind, solche Screening Fees zu zahlen und wir hoffen, dass Filmemacher*innen auch weiterhin bei Festivals einreichen werden, die ohne solche Entlohnungen arbeiten müssen. Die Situation ist für Festivals genauso wie für Filmemacher*innen prekär und es ist Aufgabe der Politik, diese Probleme zu adressieren.

Natürlich können wir nicht mit Sicherheit sagen, wieviele Einreichungen wir 2020 erhalten werden, doch werden wir die Einnahmen aus Einreichgebühren wie folgt aufteilen:

1/3: Sichtung
Ein Drittel der Einnahmen soll unsere Sichter*innen finanzieren, die jeweils ca. 500 bis 1000 Filme in der Vorauswahl zu bewerten haben. Jeder Film wird hierbei von 2 Personen unabhängig voneinander gesichtet, um unterschiedliche Sichtweisen auf jede Einreichung einzuholen.

1/3: Kuration, Koordination, Infrastruktur
Das zweite Drittel der Einnahmen wird das weitere Verarbeiten der Filme finanzieren. Nach der Vorsichtung müssen die Filme in Programmen kuratiert werden. Die in der Vorsichtung positiv bewerteten Filme werden erneut gesichtet und es entscheidet sich, in welchen Sektionen sie laufen werden. Desweiteren muss die Koordination dieses Prozesses genauso wie die zugrundeliegende Infrastruktur (Datenbank, Server, etc.) finanziert werden.

1/3: Screeninggebühren
Wie oben bereits beschrieben, werden Filme, die in einem Nicht-Wettbewerbsprogramm laufen, für jedes Programm, in welchem sie ausgewählt sind, mit 50,- Euro entlohnt. Wir gehen davon aus, dass dies ein weiteres Drittel der Einnahmen schlucken wird.

Wir glauben, dass diese Maßnahmen fair und nachvollziehbar sind. Sie über Einreichgebühren zu finanzieren ist sicherlich nicht ideal und ist unsere letzte Wahl. Leider haben wir aktuell keine andere. Wir sind ständig bedacht, neue Fördertöpfe zu finden und unsere aktuelle Förderung auszubauen und hoffen, dass so eine Teilfinanzierung durch Einreichgebühren bald wieder abgeschafft werden kann.

Einreichende Filmemacher*innen mögen sich überlegen, ob ihr Film zu interfilm passt. interfilm mag gute Filme. Schon klar, das ist relativ. Definitorisch können und wollen wir uns aber nicht  festlegen, denn wir sind offen für alles. Wir lieben nicht nur anspruchsvoll produzierte Filme mit internationalem Erfolgsflair, sondern auch das in seiner Machart Mutige.

Und los!

Kompliziert ist die Sache mit der Einreichgebühr nicht: Einfach bei Shortfilmdepot anmelden, in den Erfolg des Films investieren und auf Rückmeldung warten. In den über 35 Jahren interfilm haben wir unzählige großartige Filme gesehen und auf die Leinwände (nicht nur) dieser Stadt gebracht. Wir freuen uns auf viele mehr!

Wir freuen und auf das 36. Festival vom 10. bis 15. November 2020!

Bei Fragen: submissions@interfilm.de

Festivalprofil

7 Wettbewerbe sind in Planung: Internationaler Wettbewerb, Konfrontationen Wettbewerb, Dokumentarfilmwettbewerb, Deutscher Wettbewerb, Green Film Wettbewerb, Eject XVIII und Online Wettbewerb.

Außerdem: interfilm ist seit 2018 Oscar-relevantes Festival!
Seit 2018 sind die Gewinner der Awards "Bester Film" und "Beste Animation" im internationalen Wettbewerb automatisch auf der Long List im Rennen um die Oscars. Ganz ohne den normalerweise verpflichtenden Kino-Release.